TESTIMONIALS

ANDRE BORSCHBERG

ANDRE BORSCHBERG

Pilot and explorer SOLAR IMPULSE, langjähriger Freund aus der YPO

Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit Michel Jordi, als ob sie gestern stattgefunden hätte. Mitte der Achtziger Jahre kreuzten sich unsere Wege zum ersten Mal in meinem Büro in Genf. Michel war gekommen, um uns seine jüngste Idee, nämlich den LE CLIP, zu präsentieren und uns nahezulegen, seine Entwicklung finanziell zu unterstützen.

Ich war auf der Stelle von seiner tiefen Überzeugung, seiner Energie, seinem Enthusiasmus und seiner Fähigkeit, seine Vision zu vermitteln, beeindruckt. Auch wenn wir uns schlussendlich nicht an seinem Projekt beteiligt haben, so blieb mir dieses Treffen trotzdem in sehr guter Erinnerung. War es sein verschmitzter Blick oder seine etwas lockere Erscheinung mit seinem schwarzen Schnurrbart, mit der er ein bisschen wie einen Abenteurer wirkte? Ich kann es nicht sagen, aber ich vergass ihn nicht mehr!

Einige Jahre später, nachdem ich mich der YPO angeschlossen hatte, gehörten wir demselben Forum an und dies gefiel mir sofort. Ich wusste, dass ich mich gut mit ihm verstehen würde und ich habe mich nicht getäuscht. Das Forum ist eine kleine Gruppe von zehn Personen, die sich einmal im Monat trifft, um vertrauliche geschäftliche, aber auch sehr private Themen zu besprechen. Auf diese Weise entstand auch eine richtige Freundschaft.

Wie alle extrovertierten Menschen hat auch Michel eine verschwiegene Seite. Man kennt ihn durch seine Projekte und ich bewunderte ihn für seine Art mit der er vorangekommen ist, mit Mut, Intuition und Beharrlichkeit. Aber er ist vor allen Dingen ein zuverlässiger Mann, auf den Freunde, Familie und alle anderen Kontakte zählen können. Sein beruflicher Werdegang war nicht immer einfach, auch wenn man vor allem seine Erfolge kennt. Und ich weiss, dass es ihn sehr ärgerte, wenn er seinen Geschäftspartnern gegenüber bei Rückschlägen Verpflichtungen und Versprechungen nicht einhalten konnte. Zum Glück hatte er seine Frau Ki an seiner Seite! Beide haben wir uns für eine Ehepartnerin aus einem anderen Land und einer fremden Kultur entschieden, wobei er seine Frau noch ein bisschen weiter in der Ferne fand, nämlich in Korea. Diese Bereicherung und Ergänzung, sowie Ki’s Charakterstärke halfen ihm, solch schwierige Momente zu überstehen.

Michel ist eine Naturkraft, die stets in Bewegung ist! Und zwar mit Entdeckergeist! Auch sein Lachen, seine Stimmlage, und seine stets präsente Persönlichkeit gehören zu Michel. Wenn er im Raum ist, spürt man seine Anwesenheit förmlich!

SASCHA MOERI

SASCHA MOERI

Marketing & Verkaufsleiter, CEO von Carl F. Bucherer AG, Luzern, seit 2010

Die Zeit mit Michel Jordi und dem Team bei der Michel Jordi AG war für mich lehrreich und sehr prägend. Keinen unserer gemeinsamen Tage möchte ich missen.

Ich kann mich noch gut an das erste Gespräch mit Michel in Nyon erinnern. Auf meine Fragen was die langfristigen Ziele sowie die Vision sei, nahm er einen A4 Block hervor und beantwortete mir auf weniger als einer Seite all meine Fragen. Ich war von seiner Persönlichkeit, seiner positiven Ausstrahlung sofort beeindruckt und habe das Angebot angenommen, gemeinsam mit Ihm die Firma zu reorganisieren.

Seine Fähigkeiten Menschen zu begeistern, Trends und Strömungen zu erkennen sowie Produkte zu kreieren gehören zu seinen grossen Stärken. Zudem war es ihm immer ein Anliegen junge Talente zu fördern und auszubilden. So übertrug er mir als jungen Mann, eine grosse Verantwortung und liess mich an deren wachsen und lehren. Unvergessen sind die Grossveranstaltungen und Events die wir durchgeführt haben und welche sowohl in den Medien wie bei Kunden viel Aufmerksamkeit erreichten.

Legendär waren ebenfalls die Montagmorgen Sitzungen mit «Befehlsausgabe und Direktiven» für die kommende Woche. Michel hat es Mal für Mal erfolgreich geschafft alle Mitarbeiter wie Rennpferde kurz vor dem Start heiss zu machen und ab Montagmittag galoppierten diese dann die ganze Woche mit Vollgas Richtung Ziel.

Er suchte stets den Sparringspartner und die Herausforderung. Ob bei strategischen Entscheidungen oder Produkteentwicklungen zollte er meiner persönlichen Meinung grossen Respekt. Diese Wertschätzung motivierte zusätzlich.

Michel Jordi ist ein Vollblutunternehmer und Visionär, welcher mit Liebe und Leidenschaft eine Unternehmung führt. «You set your own limits» war ein unausgesprochenes Credo.

DR. DOMINIQUE TURPIN

DR. DOMINIQUE TURPIN

Dentsu Professor und ehemaliger Präsident des IMD

Michel Jordi war für mich schon immer ein Beispiel dafür, was ich «den unverwüstlichen Unternehmer» nennen würde.

Heute gibt es in der Schweiz nur noch wenige unabhängige Uhrmacher. Die Branche wurde vermehrt von grossen Luxusgruppen mit tiefen Taschen gefangen und dominiert. Die finanziellen und Marketing gerichteten Ressourcen, die notwendig sind, um global mithalten zu können, werden Tag für Tag grösser. Trotz der Herausforderung durch globale Grosskonzerne, wie die Swatch Group, Richemont und LVMH, hat Michel mit seinem Mut, Leidenschaft und seiner Kreativität und seinem bemerkenswerten Sinn für Widerstandsfähigkeit die grossartige Unternehmer kennzeichnen, gekämpft.

Wir haben uns vor etwa 20 Jahren kennen gelernt, als Michel damit begann, in den amerikanischen Markt einzusteigen, einem der schwierigsten Märkte der Welt. Was mir an diesem Mann sofort auffiel, war seine Leidenschaft; seine Vision und Neugier. Ferner seine Bescheidenheit um Fehler und Irrtümer zu erkennen – das Verständnis zu haben, dass es sich dabei um Aspekte handelt, die erforderlich sind, um schneller zu lernen, als die Anderen.

Revolutionen sind das Ergebnis von Leidenschaft und Vision, nicht von nüchterner und abgeklärter Vernunft. Michels Leidenschaft und Vision, in der Branche und für die Kunden etwas Positives zu bewegen, war immer die wichtigste Antriebskraft für seinen unternehmerischen Geist. Was ich an diesem grossartigen Unternehmer jedoch ungewöhnlich finde, ist die hervorragende Balance zwischen Antrieb, Beharrlichkeit, Bescheidenheit und Lernwillen! Normalerweise vertragen sich diese Eigenschaften nicht gut miteinander. So verträgt sich ausgeprägte Beharrlichkeit nicht immer mit Bescheidenheit. In Michels Fall scheint diese Balance jedoch bereits in seinen Genen zu stecken. Mancher mag sagen, dass diese Bescheidenheit den Schweizern angeboren ist! Vielleicht, aber wenige Unternehmer, die ich kenne, verfügen auch über die Weisheit, regelmässig einen Schritt zurückzutreten und nachzudenken.

Es hat mich beeindruckt, zu sehen, dass Michel sich in seinem sehr beschäftigten Leben Zeit genommen hat, um die Führungskräfteprogramme am IMD zu besuchen oder sich mit anderen Unternehmern aus ganz unterschiedlichen Branchen zu treffen. Michel nimmt sich «Quality Time», um von und mit anderen zu lernen, zu überlegen und nachzudenken. Sein Lernwille ist gepaart mit Neugier. Michel ist einer der neugierigsten Menschen, die ich kenne. Er interessiert sich nicht nur für andere, sondern ist immer bereit, neue Horizonte, Kulturen, Branchen und neue Grenzen zu entdecken. Neugier ist mit Sicherheit eine der entschiedensten Eigenschaften, die Unternehmer und Führungskräfte heutzutage brauchen, um zu lernen, anzupassen und zu überleben.

PATRICK BOUTELLIER

PATRICK BOUTELLIER

Handelsvertreter für die Schweiz, international und Geschäftsleiter Filiale Hong Kong, heute Geschäftsführer von Rolex Australien

Mein erster Kontakt mit Michel Jordi kam zustande, als ich bei der Lancierung der limitierten Auflage des Chronographen «Spinach» als Uhrmacher bei Juwelier Kurz in der Bahnhofstrasse in Zürich arbeitete. Während der Veranstaltung hatte ich das Privileg, mit Michel zu sprechen, der mich auf seine typisch direkte Art fragte, was ich denn als Uhrmacher hier tat und ob es mir nicht langweilig wurde, tagein tagaus an der Werkbank zu sitzen. Ein paar Wochen lud mich Michel in Zürich zum Mittagessen ein. Dieses Mittagessen war der Anfang einer grossartigen Karriere bei Michel Jordi, die als einfacher Handelsvertreter für den schweizerischen Markt begann und im jungen Alter von 26 Jahren bis zum Geschäftsführer der Michel Jordi Niederlassung in Hong Kong 1996 führte.

Eines Tages war ich im von Graubünden unterwegs und war auf dem Weg zu meinem letzten Termin in Arosa nach Chur etwas in Eile. Die Strassen waren verschneit und für den Bruchteil einer Sekunde verlor ich die Konzentration und rammte das Auto vor mir. Das Auto war nicht mehr verkehrstauglich und ich verpasste mein nächstes Treffen, mit dem ich mein monatliches Umsatzziel erreichen wollte. Ich war sehr frustriert und etwas nervös, als ich Michel anrief, um zu berichten, was geschehen war. Typisch Michel war seine Reaktion: Er sagte mir, dass ich den nächsten Zug nach Hause nehmen und mich am Bahnhof abholen lassen sollte, um sicherzustellen, dass meiner Uhrenkollektion nichts passierte. Was für eine Erleichterung! Zudem sagte er mir, dass ich am nächsten Tag eine entspannende Wellnessbehandlung in einem beliebten Erholungsort mit heissen Quellen nahe meinem Zuhause buchen sollte, da es schon Freitagabend war. Er würde mich am Montag in unserer Firmenzentrale in Nyon erwarten, damit ich ihm im Detail berichten könne, was passiert war, und wo ein anderes Auto auf mich warten würde.

Nach dem schweizerischen Markt wurde ich in die Exportabteilung promoviert, die sich um alle übrigen Märkte, abgesehen von der Schweiz, kümmerte. In dieser Funktion konnte ich meine ersten Spuren in internationalen Gebieten hinterlassen, was mir sehr grossen Spass machte. Durch meine Reisen hatte ich die Möglichkeit, neue Länder und Kulturen zu entdecken, was mit einem schweizerischen Ethno Produkt manchmal eine Herausforderung sein konnte. Aber Michel und Ki waren immer so enthusiastisch, dass es mit der Lancierung der Pharaoh-Linie für den Nahen Osten auch darauf eine Antwort gab. Wieder einmal eine Erfolgsgeschichte. Mit dem Wechsel zur Exportabteilung wurde ich auch gebeten, nach Nyon, in den französischen Teil der Schweiz zu ziehen, wo ich meine Frau Claudia kennenlernte, die als Empfangsdame und Telefonistin für die Firma arbeitete. Zwanzig Jahre später sind wir immer noch glücklich verheiratet und haben zwei Kinder, Jessica und Yves.

1996 entschloss Michel Jordi in Hong Kong seine eigene Niederlassung zu gründen und Michel schlug vor, dass ich der Manager davon sein sollte. Das bedeutete, dass ich im zarten Alter von 26 Jahren nach Hong Kong ziehen müsste um diese tolle Verantwortung zu übernehmen. Ohne zu zögern stimmte ich zu, diese herausfordernde Aufgabe anzunehmen. Im Juni 1996 packte ich meine Sache und machte den grossen Schritt nach Hong Kong, mit der Aufgabe, Michel Jordi an die Asiaten zu verkaufen. Leider wurde Hong Kong 1997 von der Asienkrise schwer getroffen und Michel beschloss, ein Joint-Venture mit einem lokalen Geschäftsmann einzugehen. Aus diesem Grund gab es für mich in seinem Unternehmen keinen Platz mehr, und ich übergab meinen Bereich im April 1998 auf freundschaftlichste Weise. Heute kann ich ohne zu zögern sagen, dass ich es dank Michel und Ki zu dem gemacht habe, der ich heute bin, da sie mir ihr Vertrauen geschenkt und bereits in meinem sehr jungen Alter an meine Fähigkeiten geglaubt haben. Beide haben mir beigebracht, meinen Überzeugungen zu folgen und nie aufzugeben, selbst in schwierigen Zeiten. Ich werde immer dankbar dafür sein, dass ich so grossartige Mentoren hatte, die mir den Weg bereitet haben. Vielen Dank!

Best regards,
Patrick Boutellier

DON JAMES

DON JAMES

Don James, YPO und Heliski Freund, ehemaliger Verwaltungsrat von Harley-Davidson USA

Wenn ich über meine Freundschaft zu Michel Jordi in den letzten zwei Jahrzehnten nachdenke, komme ich immer auf das Thema Leadership. In der Tat, wenn man Michel in Aktion sieht, beleuchtet Leadership, wie sie von D. Reginald Thomas treffend beschrieben wurde, Michels Charakter und Professionalität.

«Um ein Anführer zu sein, muss man einer derer sein, die man anführt und gleichzeitig auf ganz reale Weise getrennt sein von denen, die man anführt. Man muss in deren Welt leben und dennoch getrennt von deren Welt sein. Leadership erfordert, dass man Dinge sieht, die andere Menschen nicht sehen. Leadership erfordert, dass man die Wahrheit erkennt, wie eines Tages die, die man anführt, sie verstehen werden. Aber, und das ist der wichtigste Punkt, gleichzeitig ist ein wahrer Anführer der Wahrheit, wie die, die man anführt, sie gerade verstehen, wohlgesinnt und das ist die Schwierigkeit.»

Wenn Sie diese höchst informative Autobiografie „Der Uhrschweizer“ von Michel Jordi, einem wahren Unternehmer, lesen, bitte ich Sie, über diese Lektionen im Kontext von Leadership nachzudenken. Mit innovativen Produkten musste Michel wahrlich sehen, was andere Menschen noch nicht sahen. Er musste an seine Erkenntnis glauben, oftmals zu seinem eigenen Nachteil, bis andere bereit dazu waren, die Vision, die für ihn so klar war, anzunehmen.

Ich habe dieses Phänomen in anderen Bereichen seines Lebens erlebt. Auf dem Gipfel eines Berges in den kanadischen Rocky Mountains stehend, bereit auf Ski in 60 cm frischem Tiefschnee eine steile Abfahrt durch eng stehende Bäume zu nehmen, brauchte Michel nie einen Anführer. Er hatte die frappierende Fähigkeit, den Weg die Piste hinunter zu finden, die Gletscherspalten und Senken unter den Bäumen zu vermeiden und uns sicher zum wartenden Helikopter am Fuß des Berges zu bringen. Aus diesen Lektionen zu lernen ist entscheidend für Erfolg. Das ist alles mit so viel Begeisterung für das Leben erfolgt und es wurde wahre Lebensfreude erlebt! Wenn man von vier anderen Männern mit Typ «A» Persönlichkeiten begleitet wird, ist das keine einfache Aufgabe.

Natürlich gibt es sowohl im Geschäft, als auch im Leben Niederlagen und Erfolge. Das Zugeben von Schwächen und Lernen aus Fehlern trägt einen großen Teil zur Bildung des Charakters bei, woraus er einen großen Gewinn zog. Aus diesen Lektionen zu lernen ist entscheidend für Erfolg. Ich bin der Meinung, dass jeder, der einen unternehmerischen Instinkt hat, von diesem Buch lernen und den eigenen Aufstieg zum Erfolg abkürzen kann. Ein wundervolles Buch – trifft direkt ins Herz des Unternehmers!

LAURENT LECAMP

LAURENT LECAMP

Meine rechte Hand bei Twins Heritage, Jetzt Vize-Präsident bei Carl F. Bucherer Luzern, Assistent von Sascha Moeri

Alles begann mit einer Radiosendung auf Radio Lac Genf Ende 2004.

Als erstes hörte ich die ehrlichen Worte eines Unternehmers, der über seine Erfolge, Misserfolge und Durststrecken sowie über die Rolle seiner Familie und die des Sports bei seiner Neuorientierung sprach. Er erwähnte auch seine Absicht, eine neue Luxusmarke zu lancieren.

Da mich seine Worte berührten beschloss ich ihm zu schreiben. Es war kein klassisches Bewerbungsschreiben, sondern ich beschrieb darin meine Lebensansichten, meinen Glauben an den Sport und die Familie. Daraufhin wurde ich zu einem Treffen bei ihm zuhause eingeladen. Diese Begegnung ist mich geprägt. Wir sprachen über Sport, Selbstüberwindung, Motivation und über den Unternehmergeist. Ich wusste sofort, dass ich mit Michel zusammenarbeiten wollte. Und Michel schlug mir vor, ihn bei der Lancierung seiner neuen Luxusuhrmarke zu unterstützen. Was für eine Herausforderung! Stellen Sie sich einmal vor, ein Mann, der in der Vergangenheit zwei erfolgreiche Firmen mit starken Produkten wie LE CLIP und der äusserst berühmten Swiss Ethno Watch aufgebaut hatte, möchte nun Ende 2004 im oberen Luxussegment mit Uhren mit einem Publikumspreis von CHF 70 000.-  tätig werden!

Die meisten Journalisten, Lieferanten oder Detailhändler dachten, dass es unmöglich sei, von einem Segment zum anderen zu wechseln, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen, nicht aber Michel Jordi. Und genau das war es, was mir an ihm gefiel. Er hörte auf seinen Bauch und seine Intuition und entschloss sich, die guten Ratschläge und Warnungen von zahlreichen Menschen aus seinem Umfeld zu übergehen. Michel vertraute mir ausserdem an, dass er niemals seinen LE CLIP und seine Swiss Ethno Watch lanciert hätte, wenn er auf die Marketingexperten, Agenturen und Berater gehört hätte, welche seinen Produkten Misserfolge vorausgesagt hatten, während genau das Gegenteil eintraf.

Weshalb sollte man also auf all jene hören, die sich nur auf das beziehen, was es schon gibt, während der Entrepreneur eben gerade einen neuen Wandel ins Leben rufen möchte? Der Unternehmer hat ein Flair für Neues, ist risikofreudig und vertraut auf sich selber. Michel sagte mir immer, dass man auf seine innere Stimme hören müsse; auf jene Stimme, die alles weiss, aber die man unter dem Einfluss von drängenden Menschen, die einem vorschreiben möchten, «was man tun soll und was man nicht tun soll» viel zu oft zum Schweigen bringt.

Im Startjahr, also 2005, erreichten wir einen Umsatz von vier Millionen Franken. Ich erinnere mich sehr gut an dieses Jahr 2005, da ich meine Tätigkeit bei Michel  bei ihm zuhause aufnahm, ohne ein offizielles Büro in den ersten Monaten. Ein Start, wie ihn viele Freischaffende kennen. Ein Start, der auch an andere erinnert, die schlussendlich mit einem Erfolg endeten.

Neben Michel, der mich unter seine Fittiche genommen hatte, habe ich gelernt, die Uhrmacherei auf eine sehr «brutale» Weise kennenzulernen, und zwar im positiven Sinne des Wortes. Ich war in direktem Kontakt zu den Lieferanten, ich bereiste die ganze Welt und jede verfügbare Minute gehörte der Arbeit und der Leidenschaft für die Uhrherstellung, die Michel in mir geweckt hatte.

Michel war immer ein bisschen ein Querdenker mit einer sehr ausgeprägten Persönlichkeit und gerade dies war seine Stärke. Und ich werde ihn immer hochachten. Er ist ein wirklicher Unternehmer, der es verstand, mit allen Umständen umzugehen und seine Mitarbeiter zu inspirieren.

Michel Jordi hat mir den Weg zum Unternehmertum gezeigt und mir beigebracht, dass, egal wie lange eine Durststrecke auch sein mag, sie immer irgendwo beginnt und irgendwo endet.